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Inhalte der ayurvedischen Massageausbildung

1. Wochenende: Einführung in die ayurvedische Philosophie und Heilkunst
An diesem Wochenende wird versucht, einen ersten Einblick in diese komplexe Philosophie und Heilkunst zu geben. Dabei geht es insbesondere um folgende Aspekte: Geschichte und Bedeutung und Ziele des ayurvedischen Gesundheitssystems Bedeutung der Elemente und der Dosha-Lehre Arbeiten mit dem Konstitutionstest Leben mit den Jahreszeiten Dinacharya- die tägliche Routine im Ayurveda Die Gunas in Verbindung mit den Doshas Die Bedeutung der ayurvedischen Ölmassagen Erlernen verschiedener ayurvedischer Fußmassagen (Padabhyanga) Fuß- und Beinmassage (Padabhyanga)
Man sagt, dass Fußmassage Glück und Frieden bringt und alles Unglück fernhält. Nichts ist wirkungsvoller als eine Fußmassage vor dem Schlafengehen. Sie hilft bei Hauttrockenheit, Taubheit und Gefühllosigkeit. Sie gibt Kraft fürs Laufen und Stehen, verbessert die Lymphe und das Sehvermögen, gibt guten Schlaf, wirkt hemmt Pilz und bakterielle Infektionen, harmonisiert, entspannt und stärkt das ganze System und nimmt besonders die Schwere und Müdigkeit aus den Beinen. Gerade an den Füßen befinden sich besonders viele Marma- Punkte die auf diese Weise stimuliert werden.

2. Wochenende: Einzelabhyanga/Ganzkörperölmassage
Das Wort kommt aus dem Sanskrit und setzt sich zusammen aus „ang“ = Bewegung und „abhi“ = äußerlich, drumherum. Wörtlich bedeutet Abhyanga also eine besondere Bewegung um etwas herum. Das heißt, ölige Substanzen werden auf den Körper aufgetragen, wo sie einige Zeit einwirken und dann wieder entfernt werden. In den klassischen Texten wird darauf hingewiesen, dass man soviel Öl nimmt, dass es nach 300 Matras = 47,5 Minuten vollständig einmassiert ist.
In der Praxis versteht man unter Abhyanga externe Ölbehandlungen in 7 Stellungen, die auch verschiedene Massagearten beinhalten wie Massage der Marma, Kopfeinsalbung, Kopfmassage, Gesichtsmassage, Rückenmassage, Ohrenfüllen, Druckmassage, ausgleichende Massage, Ölmassage der Füße, leichte Pulvermassage zum Abnehmen des Öls und Synchronmassage.

An diesem Wochenende werden nun die theoretischen Grundlagen für die Abhyanga gelehrt, die Bedeutung der 7 Stellungen, Kenntnisse über die Verwendung verschiedener Öle, die Erstellung eines Behandlungsplanes
Vor allem werden intensive praktische Übungen zur Abhyanga durchgeführt.

3. Wochenende:
An diesem Wochenende werden die restlichen Positionen der Abhyanga erarbeitet und der Gesamtablauf geübt. Darüber hinaus beschäftigen wir uns mit den Grundlagen der ayurvedischen Ernährungslehre sowie der Bedeutung der Marmapunkte.


4. Wochenende: Kopf- und Gesichtsmassage (Shiromardana/Shiroabhyanga) und Mukabhyanga
Die Behandlung von Kopf und Gesicht haben eine besondere Bedeutung, weil hier schon eine Teilmassage sehr effizient ist. Wichtige Energiepunkte werden stimuliert. Sie lindert Kopfschmerzen, schützt vor einer Ansammlung von Kapha in der Kopfregion und ist sehr heilsam bei Problemen wie chronischer Erkältung, Migräne und
Nebenhöhlenentzündung. Die Kopfmassage belebt die Kopfhaut, stärkt den Haarwuchs, verschönert im Allgemeinen und fördert den Intellekt. Daneben besitzen die Öle nach Ayurveda auch positive Auswirkungen auf Augen, Nase und Ohren und entspannen den ganzen Körper.
Ein wesentlicher Aspekt ist die gründliche Analyse des Hauttyps und die sich daraus ergebenden Behandlungsmuster.
An diesem Wochenende werden dem entsprechend nicht nur die verschiedenen Massagen geübt, sondern auch unterschiedliche, auf den jeweiligen Typ abgestimmte Masken und Packungen ausprobiert. Die Ausbildung in Kleingruppen ermöglicht es, die Kursinhalte je nach Interessenlage der Teilnehmer zu variieren.

Zu allen Wochenenden wird sehr umfangreiches, anschauliches Material bereitgestellt, einschließlich vieler Tabellen und Rezepte.

© 2008 - 2012 by Ursel Brunke-Thömmes, Massagezentrum Shanti